Wir unterwegs (2016-2017)

Im Jahr des Reformationsjubiläums werden in Wittenberg die Betten knapp, Abhilfe schafft hier das schwimmende Hotel. Das Vier-Sterne-Schiff "Junker Jörg" verfügt über 48 Doppel-Kabinen, acht Suiten und 18 Crew-Kabinen. Bei der feierlichen Taufe des Schiffes im März 2017 hatten wir die Ehre, neben einer tollen Laser-Show und großartiger Pianomusik, das Publikum mit unserem Showprogramm zu unterhalten. Wir wünschen immer gute Fahrt - in diesem Sinne Schiff Ahoi!

Seit 1872 gehört der Presseball Berlin, der als Wohltätigkeitsveranstaltung zugunsten notleidender Journalisten ins Leben gerufen wurde, zu den  wichtigsten Begegnungs-plattformen für Persönlichkeiten aus der Medienwelt sowie relevanten Exponenten aus Wirtschaft, Kultur, Politik, Werbung und Kommunikation. Gleichzeitig ist der Presseball auch ein Ball der Interkulturalität, Künstler und Schriftsteller, die diesem Abend das besondere Flair verleihen. Im Januar 2017 duften wir Teil dieser rauschenden Ballnacht sein.

Nach Riga, der Hauptstadt Lettlands, zog es uns im Dezember 2016 für ein Weltranglistenturnier. Die alte Hansestadt ist berühmt für ihre Jugendstilbauten und die gut erhaltene Innenstadt. 2016 wurde Riga der Ehrentitel "Reformationsstadt Europas" verliehen, was für uns als Wittenberger natürlich besonders interessant ist.

Abseits des Turnierrummels kamen wir beim Schlendern durch die Stadt in weihnachtliche Stimmung. Dabei begegneten uns überall Katzen - das Symbol der Stadt. Warum? Ein reicher Kaufmann wurde einst nicht in die Gilde der Kaufleute aufgenommen. Darüber war er so verärgert, dass er ein Grundstück gegenüber der Gilde kaufte und darauf ein prächtiges Haus bauen ließ. Auf die Turmspitze ließ er eine schwarze Katze montieren, die der Gilde den Allerwertesten zeigte. Welch ein Affront! Als er dann doch aufgenommen wurde, ließ er die Katze drehen. Das berühmte Katzenhaus war daher auch eine Station auf unserer Besichtigungstour. Da ein Besuch jedoch nicht reicht, um diese Stadt zu erkunden, sagen wir "Uz redzēšanos!"

Das 5. Soziale Promidinner im Luther-Hotel im November 2016 war ein voller Erfolg. Die Prominenten Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff, Oberbürgermeister Torsten Zugehör sowie das Schauspielerpaar Claudia Wenzel und Rüdiger Joswig kreierten und servierten unter der Leitung von Küchenchef Christian Hirsch den 250 Gästen der Benefizveranstaltung, passend zum Jubiläum, ein exquisites 5-Gänge-Menü. Als Moderator führte Ulli Potofski das Publikum durch den Abend. Unterstützung, auch tänzerisch, bekam er dabei von seiner ehemaligen RTL "Let´s Dance"-Mitbestreiterin Kathrin Menzel. Wir waren als Wittenberger natürlich auch gern dabei und sorgten mit unseren Showtänzen für Stimmung im Saal.

An einem traumhaften Ort - Platja d'Aro - direkt an der Costa Brava in Spanien - gelegen, gingen wir Ende Oktober das 2. Mal bei einer Weltmeisterschaft in der Kombination der 10 Tänze an den Start. Strahlend schönes Wetter begleitete uns das gesamte Wochenende.

Die deutschen Tänzer sind ein richtig tolles Team! Dank der sozialen Netzwerke ist es möglich, sich schon vorab für eine gemeinsame Hotel- Unterkunft und zu einem "Team-Essen" zu verabreden.

Für die "Slovak Open Championships" hat es uns im September 2016 nach Bratislava, der wunderschönen Hauptstadt der Slowakei, gezogen. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Burg Bratislava (Bratislavský hrad) westlich der Altstadt auf einem Felsen 85 Meter über der Donau. Von hier aus konnten wir einen herrlichen Ausblick auf das Umland bestaunen.

Im Juni 2016 hat uns ein italienisches Weltranglistenturnier in die Stadt der Brücken geführt. Die Altstadt von Venedig setzt sich aus insgesamt 118 Inseln zusammen. Ein paar von ihnen haben wir uns auf unserer Tour angeschaut, wenn es auch etwas geregnet hat. Als anständige Touristen waren wir natürlich auch auf dem Markusplatz und haben Tauben gefüttert. Als Konstantinopel 1204 fiel, war es Enricio Dandolo, der die Botschaft vom Sieg mit Hilfe einer Taube nach Venedig übermitteln ließ. Dabei soll die Taube eine Entfernung von rund 1.300 Kilometern zurückgelegt haben. Seit diesem Ereignis wird die Taube von den Venezianern verehrt.

Spontane Ideen sind immer die besten, so sind wir kurzerhand nach unserem Deutschlandpokal zum zweiten Teil unseres Lieblings-musicals "Phantom der Oper" gefahren. Liebe stirbt eben nie!

Für die Ljublijana Open 2016 sind wir im April im Mini-Flieger mit nur 20 Personen an Bord von Tegel aus zur Hauptstadt Sloweniens aufgebrochen. Auf einer Bootstour haben wir die ljubljena („geliebte Stadt“) vom Wasser aus erkundet und sind dabei unter den zahlreichen Brücken durchgefahren - so auch unter der Drachenbrücke.

Ljubljana soll der Legende nach vom mythologischen Helden Jason gegründet worden sein, der dem König Aietes das Goldene Vlies raubte und anschließend mit seinen Gefährten, den Argonauten, über das Schwarze Meer bis zum Fluss Ljubljanica flüchtete. Dort zerlegten die Argonauten das Schiff und transportierten es auf dem Landweg bis zum Adriatischen Meer. Auf ihrem Weg machten sie bei der Quelle des Flusses Ljubljanica Halt, wo ein Ungeheuer lebte. Jason kämpfte mit dem Drachen und tötete ihn. Dafür ziert der Drache das heutige Stadtwappen von Ljubljana.

Wie schon im letzten Jahr haben wir im März 2016 in Katalonien (Spanien) ein Weltranglistenturnier getanzt und die Pflicht mit dem Angenehmen verbunden. Die Stadt Cambrils wurde von den Römern gegründet, die sie „Oleastrum“, Stadt des Olivenöls, nannten. Aber wir können versichern, dass hier auch der Sangria gut schmeckt. Salud!

Geliebtes Wien - nach unseren letzten Treffen beim Weltranglistenturnier 2015 und beim Wiener Opernball im Jahr 2014 konnten wir endlich wieder in deinen ehrwürdigen Hallen tanzen. Erneut hat der österreichische Tanzsportverband den "Vienna Dance Concourse" im Wiener Rathaus ausgetragen.

Viel Zeit verblieb uns aber nicht für die schöne Stadt an der Donau, denn zwei weitere WDSF-Turniere warten in den nächsten drei Wochen auf uns.

Am Valentinstag 2016 ging es für uns nach Budapest zu den Hungarian Dance Open. Das rauhe Wetter hielt uns nicht davon ab, die Stadt zu erkunden. So hat uns am meisten die Sankt-Stephans-Basilika beeindruckt. Im Innern finden bis zu 8500 Menschen Platz. Die beeindruckenden Maße werden besonders deutlich, wenn man das Innere der Kirche betritt und zur mächtigen 96 Meter hohen Kuppel hinauf schaut, wo man ein imposantes Mosaik mit einer Darstellung von Gott, Jesus und verschiedenen Engeln vorfindet.

Unsere kombinierte Landesmeisterschaft in Radebeul führte uns in diesem Jahr elbabwärts durch das wunderschöne Städtchen Meissen, welches nicht nur für sein Porzellan bekannt ist, sondern auch für seinen Panoramablick über die historische Altstadt.

Im Januar war der Weg für uns dieses Mal nicht so weit zum Turnier, da unser Heimverein in Wittenberg den 1. Lutherpokal ausgetragen hat. Wochenlange intensive Vorbereitung haben dieses Wochenende für uns ganz besonders gemacht, da wir nicht nur selbst beim Ballabend tanzten, sondern auch am Turniertag fest eingespannt waren. Unser persönliches Highlight an diesem Wochenende waren neben dem Besuch unserer ersten Trainerin Frau Fexer und dem Sieg vor heimischen Publikum in unserem Standardturnier die Showauftritte der Weltmeister im Showtanz Kathrin Menzinger und Vadim Garbuzov. Auch der Workshop mit beiden am folgenden Tag hat uns tänzerisch wieder etwas weiter gebracht und großen Spaß bereitet.

Wir danken auf diesem Wege noch einmal allen fleißigen Helfern und Sponsoren, die den Lutherpokal ermöglicht haben.